Wird eine Immobilie nicht als Bestandsimmobilie vom Vorbesitzer, sondern als Neubau direkt vom Bauträger gekauft, gibt es einige Besonderheiten im Kaufvertrag, die Sie unbedingt beachten sollten.

Das sind die Besonderheiten beim Kauf einer Bauträger-Immobilie

Wird eine Bestandsimmobilie gekauft, so kann und muss diese vor dem Kauf eingehend besichtigt werden. Anders ist es jedoch beim Kauf einer Immobilie vom Bauträger, denn in diesem Fall gibt es in der Regel noch nichts oder nicht viel zu besichtigen. Der Käufer erwirbt vielmehr eine Immobilie, die in den allermeisten Fällen noch gebaut werden muss und hier heißt es gut aufpassen, denn der Kaufvertrag einer Bauträger Immobilie kann den ein oder anderen Fallstrick enthalten. Neben dem Kaufvertrag müssen die Verweisungsurkunden ganz genau gelesen werden. Sie sind sozusagen die Anlagen zum Kaufvertrag, auf die im Vertrag selbst verwiesen wird. Eine sehr wichtige Anlage ist die Baubeschreibung, denn in ihr sind alle Leistungen aufgeführt, die der Bauträger gegenüber dem Käufer erbringen muss. Andersherum gesagt, was in der Baubeschreibung nicht aufgeführt ist, wird auch später nicht in der Immobilie zu finden sein. Parkettböden, Fliesen, Sanitärausstattungen und ähnliches müssen in der Baubeschreibung festgehalten werden und zwar in einer Art und Weise, die gleich den Wert miteinschließt, damit klar ersichtlich ist, welche Leistung der Käufer für den vereinbarten Kaufpreis erwarten kann. Ein Parkettboden beispielsweise kann 20€/qm oder 200€/qm kosten, im Kaufvertrag sollte daher bei allen verwendeten Materialien der Quadratmeterpreis angegeben sein. Das gleiche gilt beispielsweise für die Sanitärausstattung oder eine Einbauküche, falls diese Teil der Baubeschreibung ist. In einigen Fällen wird vom Bauträger kein Neubau, sondern eine kernsanierte Immobilie verkauft. Hier gelten dieselben Regeln, schauen Sie sich alle Verweisungsurkunden ganz genau an und lesen Sie die Baubeschreibung gründlich durch. Bleiben dabei Fragen offen, sollten Sie einen Experten um Rat bitten. Das kann ein erfahrener Makler oder in kniffeligen Fällen auch ein Notar sein. Bevor Sie nicht alles verstanden haben, was im Kaufvertrag und in den Verweisungsurkunden steht, sollten Sie den Vertrag auf keinen Fall unterschreiben. Lassen Sie sich dabei auch nie mit Aussagen abspeisen wie „Das ist nur eine Standardklausel, das hat nichts zu bedeuten“. Hätte es nichts zu bedeuten, stünde es nicht im Vertrag, steht es aber im Vertrag, müssen Sie es verstehen, bevor Sie unterschreiben, denn hinterher ist es zu spät.

Die Zahlungsmodalitäten beim Kauf einer Bauträger-Immobilie

Da es sich beim Kauf einer Bauträger-Immobilie meist nicht um den Kauf einer bereits fertig gestellten Immobilie handelt, kommt bei der Zahlung oft ein Ratenzahlungsmodell zur Anwendung. So werden beispielsweise nur 20 oder 30 % des Kaufpreises nach Beginn der Erdarbeiten gezahlt. Von der restlichen Summe werden 40 % fällig, wenn der Rohbau fertiggestellt ist, weitere 8 % wenn die Dachflächen und Dachrinnen fertiggestellt sind und 3 % nach der Rohinstallation der Heizungsanlage. So wird die Immobilie nicht auf einmal, sondern Schritt für Schritt mit Erledigung der einzelnen Arbeiten bezahlt. Der Kaufpreis wird vom Bauträger oft als Festpreis angegeben, doch wie oben erwähnt sind in diesem Festpreis nur die Leistungen enthalten, die in der Baubeschreibung festgehalten werden. Nicht nur treiben Sonderwünsche in der Ausstattung die Kosten schnell in die Höhe, sondern es muss beispielsweise auch darauf geachtet werden, ob die Erschließungskosten im Kaufpreis inbegriffen sind. Dazu zählen die Kosten für die Straßenanbindung, aber auch Kosten für den Anschluss an die örtlichen Ver- und Entsorgungsleitungen. Sind diese Kosten im Festpreis nicht enthalten, sollten dazu klare Abmachungen im Kaufvertrag getroffen werden. Das gilt für alle Kosten, die in dem Festpreis nicht enthalten sind und für alle Leistungen, die zusätzlich zu den Leistungen in der Baubeschreibung erbracht werden sollen.

Kaufverträge bei Bauträgern sind deutlich komplizierter und aufwendiger. Was sind die Besonderheiten und worauf sollten Sie achten?

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